Redaktionelle Darstellung: Geometrische Veranschaulichung der Radposition; Fahrzeug und Rad sind illustrativ.
ET bezeichnet die Einpresstiefe in Millimetern: den Abstand zwischen Radmittelebene und Anlagefläche. Eine stärker positive ET verschiebt das Rad im Allgemeinen nach innen, eine kleinere ET nach außen. Da die Breite beide Radkanten gleichzeitig verschiebt, darf ET nie isoliert verglichen werden.
ET, Breite und Backspacing
- ET: Abstand von der Radmittelebene zur Anlagefläche.
- Maulweite: Nennbreite zwischen den Reifenwulstsitzen, nicht die Gesamtbreite außen.
- Backspacing: Abstand von der Anlagefläche bis zur inneren Radkante; verwandte Geometrie mit anderem Bezugspunkt.
Warum 5 mm relevant sein können
Beim Wechsel von 8J ET40 auf 8,5J ET35 wächst die Nennbreite um 12,7 mm. Je Seite sind das etwa 6,35 mm; zusammen mit 5 mm weniger ET steht das neue Rad außen rund 11,35 mm weiter heraus und verliert innen etwa 1,35 mm Freiraum. Reifenbreite, Lenkweg, Federweg und Bremssattel sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Was ET allein nicht beantwortet
- Ob das Rad bündig zur Karosserie steht: Reifen, Sturz und Fahrzeughöhe wirken mit.
- Ob die Speichen den Bremssattel freigeben: Dazu braucht es die dreidimensionale Speichenkontur.
- Ob Distanzscheiben zulässig und technisch vertretbar sind: Sie verändern effektive ET und Befestigung.
- Ob unter Last und bei vollem Lenkeinschlag ausreichend Freiraum bleibt.
Zwei Spezifikationen richtig vergleichen
- Ausgangsbreite und ET erfassen.
- Änderung der Innen- und Außenkante berechnen.
- Reifen-Außenmaß, Tragfähigkeit und Gesamtdurchmesser ergänzen.
- Bremse, Fahrwerk, Karosserie und Lenkbewegung prüfen.
- Endgültigen SKU mit der genauen Fahrzeugvariante freigeben lassen.
ET ergibt nur zusammen mit Breite und Fahrzeug einen Sinn. Ein höherer oder niedrigerer Wert ist nicht automatisch besser.
