bolt pattern 2 Min. Lesezeit

Radpassform erklärt: 6 Maße, die über die Passform entscheiden

Ein Leitfaden zu Durchmesser, Breite, PCD, Mittenbohrung, ET, Radlast und Bremsfreiraum – von der Vorauswahl bis zur Fahrzeugprüfung.

Von Dorimm Editorial Desk
Bronze five-lug alloy wheel beside a five-stud hub and digital caliper during fitment preparation
01 / TitelbildBronze five-lug alloy wheel beside a five-stud hub and digital caliper during fitment preparation

Redaktionelle Darstellung: Sie zeigt die Bauteile einer Passformprüfung und ist kein Dorimm-Prüffoto.

Ein Rad passt nicht allein deshalb, weil Durchmesser oder Lochkreis stimmen. Für eine belastbare Auswahl müssen Baujahr, Baureihe, Variante, Bremsanlage, Fahrwerkszustand und der geplante Reifen gemeinsam mit dem exakten Rad-SKU geprüft werden. Die folgenden sechs Angaben bilden die Vorauswahl, ersetzen aber keine fahrzeugspezifische Freigängigkeitsprüfung.

Die sechs entscheidenden Angaben

PrüfpunktBedeutungMögliches Problem
Durchmesser und BreiteFelgendurchmesser am Reifensitz und MaulweiteReifen passt nicht oder berührt Karosserie/Fahrwerk
Lochkreis (PCD)Anzahl der Befestigungen und Teilkreisdurchmesser, z. B. 5×112Rad lässt sich nicht korrekt befestigen
MittenbohrungVerbindung zwischen Radbohrung und NabenzentrierungRad sitzt nicht oder benötigt einen passenden Zentrierring
Einpresstiefe (ET)Lage der Anlagefläche relativ zur RadmitteZu wenig Innenfreiraum oder zu großer Außenstand
Maximale RadlastZulässige Last pro RadEignung für die Achslast bleibt ungeklärt
Brems- und FahrwerksfreiraumDreidimensionaler Abstand von Speichen und InnenbettTrotz passender Zahlen kann es zu Kontakt kommen

Gleicher Lochkreis bedeutet nicht gleiche Passform

Zwei Fahrzeuge mit 5×112 können sich bei Mittenbohrung, ET-Bereich, Achslast und Bremssattel deutlich unterscheiden. Auch die Kontur hinter den Speichen ist in einer einfachen Größentabelle nicht ablesbar. Fahrzeugname und Lochkreis sind daher Filter, keine Einbaugarantie.

Der fahrzeugbezogene Dorimm-Ablauf

  1. Markt, Marke, Modell, Baujahr, Generation und genaue Variante wählen.
  2. Fahrzeugdaten mit Durchmesser, Breite, PCD, ET und Mittenbohrung realer Dorimm-SKUs abgleichen.
  3. Oberfläche, Stückzahl und Nabenkappenwunsch festlegen; geänderte Bremsen oder Fahrwerke angeben.
  4. Die endgültige Spezifikation vor Beginn der Auftragsfertigung manuell prüfen lassen.

Checkliste vor dem Kauf

  • Vollständige Fahrzeug- und Bremsdaten angeben.
  • Nur Daten des gewählten SKUs verwenden, keine Durchschnittswerte einer Baureihe.
  • Reifenfreigabe, Radlast und Freigängigkeit gemeinsam prüfen.
  • Montage mit passendem Schrauben-/Mutternsitz und Herstellervorgabe für das Drehmoment durchführen lassen.

Beginnen Sie mit dem Fahrzeug. Erst ein vollständiges Profil macht aus einer Größenangabe eine sinnvolle Auswahlliste.

04 / Weiterlesen

Weitere Beiträge im Journal