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Mittenbohrung und Zentrierringe: Ratgeber zur Passform

Funktion, Grenzen, Größenwahl und Vibrationsdiagnose bei Mittenbohrung, Nabenzentrierung und Zentrierringen.

Von Dorimm Editorial Desk
Exploded view of a five-stud hub, thin hub-centric ring and five-lug bronze alloy wheel
01 / TitelbildExploded view of a five-stud hub, thin hub-centric ring and five-lug bronze alloy wheel

Technische Darstellung: Sie zeigt das Zusammenspiel von Nabenzentrierung, Mittenbohrung und Zentrierring; keine Einbauaufnahme.

Ist die Mittenbohrung des Rads größer als die Nabenzentrierung des Fahrzeugs, füllt ein maßlich passender Zentrierring die Differenz und erleichtert die konzentrische Montage. Er zentriert; er ändert weder Lochkreis noch ET, Radlast oder Bremsfreiraum.

Die drei Begriffe

  • Mittenbohrung: Bearbeitete Öffnung in der Radmitte.
  • Nabenzentrierung: Zylindrische Fahrzeugfläche, die in die Bohrung greift.
  • Zentrierring: Passt eine größere Radbohrung an den kleineren Fahrzeugdurchmesser an.

Was ein Zentrierring nicht korrigiert

  • Falschen Lochkreis oder falschen Schrauben-/Mutternsitz.
  • Unpassende ET, Breite oder Bremsfreigängigkeit.
  • Unwucht, Verformung, Korrosion der Anlagefläche oder falsches Drehmoment.
  • Platzprobleme, die eine Distanzscheibe erfordern; ein Zentrierring ist keine Distanzscheibe.

Die richtige Größe angeben

Üblich ist „Radbohrung → Nabendurchmesser“, zum Beispiel 73,1 → 66,6 mm. Beide Maße müssen aus verlässlichen Unterlagen oder einer genauen Messung stammen. Der Ring muss plan sitzen und darf weder lose sein noch mit Gewalt eingepresst werden.

Kunststoff oder Aluminium

Beide Materialien können bei richtiger Größe und Anwendung zentrieren. Technische Kunststoffe neigen weniger zum Festkorrodieren; Aluminium ist hitze- und mechanisch beständig, verlangt aber saubere Flächen und gegebenenfalls geeigneten Korrosionsschutz. Das Material gleicht keine falsche Größe aus.

Vibrationen systematisch prüfen

  1. Anlageflächen reinigen und vollständige Auflage prüfen.
  2. Größe, Richtung und Sitz des Rings prüfen.
  3. Passende Befestigungsteile über Kreuz mit Fahrzeug-Solldrehmoment anziehen.
  4. Reifenauswuchtung, Rundlauf von Rad/Reifen und Nabe prüfen.
  5. Bei verbleibender Vibration fachgerecht weiterdiagnostizieren.

Der genaue Rad-SKU muss zur genauen Nabe passen. Der Zentrierring ist nur ein Teil des gesamten Passformsystems.

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